Der Hohenstaufen ist jetzt noch schöner

Börtlingen.  Die Einweihung des sanierten ehemaligen Wasserturms in Börtlingen-Breech, nun Reinhold-Maier-Turm, lockte zahlreiche Gäste in luftige Höhe.

"Mit dem Reinhold-Maier-Turm streckt Börtlingen jetzt ein klein wenig die Nase aus dem Schurwald" freute sich Bürgermeister Franz Wenka bei der Einweihung des sanierten, in Börtlinger Farben grün-weiß gestreiften ehemaligen Wasserturms sichtlich, der Hohenstaufen sei nun noch schöner, da der Turm davor stehe. Börtlingen sei eine aufgeschlossene, der Zukunft zugewandte Gemeinde, die ab und zu unterschätzt werde. Daher habe sie mit dem 1916 erbauten Pendelturm auch ein Kulturzeichen setzen wollen. Da Börtlingen aber als eine der ärmeren Gemeinden das Geld für eine Sanierung nicht gehabt habe, aber die Bevölkerung zu fast 90 Prozent hinter der 150 000 Euro teuren "spleenigen Idee gestanden habe, musste die Unterstützung woanders gesucht werden - und wurde auch gefunden.

Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, die rund 50 000 Euro spendierte, zeigte sich von einem "Landschaftspark Schurwald" überzeugt, den es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aufzubauen gelte. Das Geld floss auch von Seiten des Zweckverbands Landeswasserversorgung Stuttgart, die den ausgedienten Wasserturm bezuschusste und auf 99 Jahre überlies. Aber auch die Bevölkerung und Handwerksbetriebe ließ das Projekt nicht im Regen stehen. Mit "Stufenspenden" haben sich über 100 Menschen Stufe um Stufe auf dem Weg zur Aussichtsplattform, auf der etwa 31 Personen gleichzeitig den Blick genießen können, beteiligt. Das erbrachte mehr als 10 000 Euro.

Da Wenka während der Umbauzeit so oft auf der Baustelle angetroffen wurde, erhielt der Turm sogar zeitweise den Namen "schlanker Franz", wie eine Bilddokumentation bewies. Er war wohl so oft da, dass die Handwerker sagten: "Schultes, du solltest jetzt wieder runtergehen, wir sollten weiterschaffen."

Zur Feier erhielten alle am Projekt Beteiligten ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Der Turmbauer zu Börtlingen", eine Erinnerungstafel wurde montiert, der Schlüssel zum Turm wurde aus luftiger Höhe abgeseilt. Kinder ließen Luftballons steigen und wer mutig genug war, seilte sich von der Aussichtsplattform außen ab. Zudem zeigte die Landeswasserversorgung ihre unterirdischen Anlagen. Der Heimatverein Breech und der Posaunenchor Börtlingen haben die zahlreichen Gäste unterhalten und bewirtet.


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